Megan Francis Sullivan, The Architects, Eröffnung 12. September 17-20:00

GROTTO
Heinz Peter Knes, Julius Pristauz & Lukas Röder
Artist Talk + Film Screening
26.08.26, 19:00—22:00
Heinz Peter Knes, Die Schwulennummer, 2006
Heinz Peter Knes, Die Schwulennummer, 2006/2026. Foto: Nick Ash
Foto: Nick Ash
Heinz Peter Knes, Die Schwulennummer, 2006/2026. Foto: Nick Ash
Foto: Nick Ash
Lukas Röder, SCHAM, Filmstill

Zum Abschluss der Ausstellung «Rosa Winkel, zweiteilig, 2026» laden wir am 26.8.2026 um 19:00 zu einem Gespräch zwischen Heinz Peter Knes und Julius Pristauz ein, gefolgt von einem Screening von «SCHAM» (2025) in Anwesenheit des Regisseurs Lukas Röder.

Im Gespräch mit Julius Pristauz spricht Heinz Peter Knes über seine aktuell gezeigte Arbeit «Rosa Winkel, zweiteilig, 2026», ihre Bedeutung und Dringlichkeit im Jetzt sowie über ihre Entstehung. Daran anschließend wird die Arbeit innerhalb seiner breiteren Praxis kontextualisiert und ein Blick auf unterschiedliche Schaffensphasen geworfen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Medium Fotografie und der Frage, wie sich dessen Kontext und Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verändert haben – insbesondere durch den Wechsel vom Analogen zum Digitalen – und inwiefern Abstraktion als Reaktion darauf gelesen werden kann. Schließlich geht es um wiederkehrende Interessen, Methoden und Herangehensweisen in Knes’ Arbeit.

Heinz Peter Knes ist ein fotografisch arbeitender Künstler. Er verhandelt in seiner Praxis Spezifika des Mediums unter Berücksichtigung von dessen generischen Qualität. Stichworte wie Identität und Repräsentation, das Dokumentarische, Fehlerhaftes und Auflösung finden in seinem serienartig angelegten Werk zusammen. Neben der Ausstellungspraxis, auch als Kurator, hat er diverse Publikationsformate, oftmals experimentell, auch kollektiv, erarbeitet. Seine Auseinandersetzung mit Autorschaft führte auch zu einer eigenen Schreibpraxis. 2023 veröffentlichte er seine Reflexionen über Einfluss in dem Band „Correspondences“ bei Is-Land Publishing, Paris.

Julius Pristauz lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie Performance an der Fakultät für bildende Künste in Brünn, Tschechien. In seiner multimedialen Praxis untersucht Pristauz performative Ausdrucksformen und deren Verhältnis zu gebautem Raum. Seine Installationen und Performances thematisieren wiederholt die Konstruktion und Durchlässigkeit von Identitäten und sozialen Oberflächen sowie die Spannungsfelder zwischen privaten und öffentlichen Sphären. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler arbeitet er als freier Kurator und Autor. 

Für den Abend wird Heinz Peter Knes außerdem seine Arbeit «Die Schwulennummer» (2006) vor Ort in der Bartningallee 2-4 installieren.

Im Anschluss zeigen wir «SCHAM», das Kinodebüt von Lukas Röder, der den Film persönlich einführen wird. Der streng formal angelegte Film folgt der Konfrontation zwischen einem jungen Mann und seiner Mutter und kreist um Erinnerung, Sprachlosigkeit und eine zerstörte Beziehung. Das gegenseitige Filmen der beiden Figuren wird dabei selbst zum zentralen Mittel der Auseinandersetzung. «SCHAM» wurde 2025 beim Film Festival Max Ophüls Preis mit dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet.

19:00 Gespräch Heinz Peter Knes + Julius Pristauz
20:00 Einführung Lukas Röder + Screening «SCHAM»

Bartningallee 2–4
10557 Berlin
@postpavillon

Mit Dank an Macarena Ruiz-Tagle und Johann von Wallenberg.

Foto: Nick Ash

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