Megan Francis Sullivan, The Architects, bis 31. Oktober

GROTTO

Atelier Jeanne Mammen Besuch + Private Führung
13.11.26, 15:00—16:30
Dorin Alexandru Ionita, Atelier Jeanne Mammen. Leuchter im Atelier Digitalfotografie, 2022 © Jeanne-Mammen-Stiftung - Stiftung Stadtmuseum Berlin
Dorin Alexandru Ionita, Atelier Jeanne Mammen. Bücherschrank im Atelier, Digitalfotografie, 2022 © Jeanne-Mammen-Stiftung - Stiftung Stadtmuseum Berlin
Dorin Alexandru Ionita, Atelier Jeanne Mammen. Puppenkopf Digitalfotografie, 2022 © Jeanne-Mammen-Stiftung - Stiftung Stadtmuseum Berlin
Dorin Alexandru Ionita, Atelier Jeanne Mammen. Sitzecke mit Kommode Digitalfotografie, 2022 © Jeanne-Mammen-Stiftung - Stiftung Stadtmuseum Berlin
Dorin Alexandru Ionita, Atelier Jeanne Mammen. Bemalter Schrank im Atelier Digitalfotografie, 2022 © Jeanne-Mammen-Stiftung - Stiftung Stadtmuseum Berlin
unbekannte:r Fotograf:in, Innenaufnahme Atelier mit Gorgonenkopf, um 1975 Berlin, Farbnegativ © Jeanne-Mammen-Stiftung

Nach unseren Besuchen im Michel Majerus Estate und im Hannah-Höch-Haus führt uns unser nächster Besuch an den Kurfürstendamm 29, in das ehemalige Wohnatelier von Jeanne Mammen.

In Berlin geboren, in Paris aufgewachsen und in Brüssel zur Künstlerin ausgebildet, kehrte Mammen nach Berlin zurück und bezog 1920 gemeinsam mit ihrer Schwester Mimi das 55 Quadratmeter große Atelier im Hinterhaus. Bis zu ihrem Tod 1976 sollte sie hier leben und arbeiten. Von diesen Räumen aus erlebte Mammen mehr als fünf Jahrzehnte einer sich radikal verändernden Stadt; vom gesellschaftlichen Leben der 1920er Jahre, dessen Beobachtung sie mit ihren Zeichnungen und Aquarellen bekannt machte, über den Nationalsozialismus und die zunehmende Isolation während der Kriegsjahre bis hin zum geteilten Berlin und den neuen künstlerischen Kreisen der Nachkriegszeit.

Auch die Funktion des Ateliers veränderte sich mit diesen Umbrüchen: Zunächst Arbeitsort und lebendiger Treffpunkt, wurde es während des Nationalsozialismus zu einem zurückgezogenen Ort, an dem Mammen weitgehend im Privaten weiterarbeitete, bevor es nach 1945 erneut zum Treffpunkt für Künstler:innen und Freund:innen wurde. Nach ihrem Tod bewahrten Freund:innen die Räume und ihre Einrichtung. Bis heute ist das Atelier so ein nahezu unverändertes Zeugnis eines Lebens und einer künstlerischen Praxis, die eng mit der Geschichte Berlins verbunden sind.

Am 13. November erhalten wir eine private Führung mit Dr. Christine Heidemann durch Jeanne Mammens Wohn- und Arbeitsräume.

Mit Dank an das Berlin Museum und an Heike-Karin Föll, die uns auf der gemeinsamen Autofahrt zurück vom Hannah-Höch-Haus auf das Atelier aufmerksam gemacht hat.

13. November 15-16:30
Führung auf Deutsch
Begrenzt auf 10 Teilnehmer:innen
Ermäßigter Eintritt: €10
RSVP via mail@grotto.berlin

Kurfürstendamm 29 (Seitenflügel)
10719 Berlin
Klingel bitte bei „Mammen“